and isn't it a time to wonder...

Erste Eindrücke
Meine erste Arbeitswoche ist um, und obwohl ich noch nicht so viel selbst gearbeitet habe war es dennoch ganz schön anstrengend.
Am Di bin ich um halb vier aufgestanden, nach Tegel gefahren und mit dem Flieger nach Wien. Hatte auch noch locker Zeit, meine Sachen nach Hause zu bringen etc da ich am ersten Tag erst um 10°° kommen sollte. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde bei den Kollegen sollte ich mich an den PC setzen und mir 'unsere' beiden Online-Plattformen - um was es überhaupt geht und wie es funktioniert - anschauen. Es sind beides Websites aus dem Finanzsektor, Stichwort Investitionen und Börse.

Die eine der beiden Websiten kannte ich bisher gar nicht und war total neu für mich. Die andere hatte ich mir mal zwecks Vorstellungsgespräch angeschaut, aber auch nur sehr oberflächlich. Also war ich die nächsten beiden Tage ziemlich beschäftigt, am späten NM hat sich jeweils der Chef Zeit für mich genommen und mir offene Fragen beantwortet und mir vieles erklärt.

Es war ziemlich viel Input auf einmal, und da ich die Nacht von Mo auf Di auch nur 2 Stunden geschlafen habe war ich dementsprechend müde. Da ist es eher destruktiv wenn man nicht mal wirklich etwas tut sondern nur liest und liest und liest. Da fallen die Äuglein schon von selbst zu, und ich musste mich arg zusammenreißen. Mir gegenüber sitzt zwar ein Kollege, aber da wir beide immer hinter unseren Bildschirmen versteckt sind hoffe ich er hat es nicht so gesehen.

Ab Donnerstag hab ich mich dann bei einer Kollegin mit dazu gesetzt und ihr über die Schulter geschaut bei ihrer täglichen Arbeit, sie hat vor allem mit der Kundenbetreuung zu tun. Weil das Ganze eben nicht immer leicht zu verstehen ist oder bei Online-Plattformen öfter auch mal technische Probleme auftauchen, kriegt man da tägl so einige Mails. Die Kollegin ist selbst erst seit 2 Monaten da und muss bei einigen Dingen auch erst noch fragen, wie da zu machen ist, insofern nimmt die Beantwortung der Anfragen auch ganz schön viel Zeit in Anspruch. Verwaltungstechnische Dinge sind auch zu erledigen, und ab und zu auch mal Reportings oder andere Abfragen. Da kriegt man den Tag also schon rum.

Mal zu den Kollegen: wir haben da zwei Großraumbüros, einen für die Techniker/IT-Leute und einen für 'uns', dh Backoffice und Marketing. An unserem Büro ist noch so ein kleines abgetrenntes Büro dran, wo der Big Boss sitzt. Ich sitz zusammen mit 4 anderen Kollegen im Büro, inklusive dem, den ich als Chef bezeichne weil er eben
der Leiter des Backoffice ist und für mich momentan der direkte Ansprechpartner. Irgendwann soll ich ja auch mal zusätzlich noch Marketing-Aufgaben übernehmen, aber momentan ist es noch nicht soweit.

Sowohl der Chef als auch die anderen Kollegen (zwei männliche und die bereits erwähnte weibliche) sind ganz nett, und wenn der Big Boss mal nicht da ist und die Tür zu seinem Büro offen hat kann man auch mal 'plaudern' oder sogar mal lachen. Wir duzen uns da alle, sogar mit dem Big Boss, mit dem man aber sowieso nicht so häufig wie mit den anderen zu tun hat.

Der Dress-Code ist auch ziemlich locker, die haben da fast alle Jeans und Pullover an, nur der Big Boss und einer von den Technikern sind immer mit Hemd und Anzughose da. Hätte ich mir gar nicht so sehr den Kopf über neue schicke Business-Klamotten machen brauchen, tragen tue ich sie jetzt manchmal trotzdem und an manchen Tagen aber auch nur Jeans un Sweatshirt.

Arbeitszeit ist normal von 9°° bis 18°° und 1h Mittagspause, nicht zur Arbeitszeit gerechnet. Ab und zu muss man auch mal länger bleiben, dafür kann man auch relativ problemlos auch mal früher gehen (oder frühs mal später kommen) wenn man nicht so lang Mittagspause macht oder so. Da gab es momentan noch keinen Stress. Da die Arbeit nur 10min zu Fuss von meiner Wohnung entfernt ist war ich in einer Mittagspause auch schon mal zu Hause und hab die Waschmaschine, die ich morgens angestellt habe, ausgeräumt. Ist ganz praktisch, nur viel Zeit zum Mittag essen bleibt dann nicht immer wirklich. Wenn es dann wärmer wird (obwohl es ja momentan schon ziemlich warm ist) kann man dann auch mal draußen im Park sitzen und die Pause Buch lesend verbringen. Oder auch mit dem Kollegen mal Essen gehen in ein Lokal, war ich diese Woche schon einmal. Obwohl es überall immer Spezialangebote zum Mittagsmenü gibt kommt man da doch so auf 8,50€ oder mehr, auf die Dauer auch nicht leistbar. Deshalb nehm ich mir oft auch was von zu Hause mit, bin ich ja im Grunde nicht anders gewöhnt.

Samstag, 12. Januar 2008, 21:25h ~ karsti ~ Kommentieren