and isn't it a time to wonder...

Zehn kleine Negerlein...
Mitte Februar hat sich ein Arbeitskollege verabschiedet. Für ihn war das eh nur ein Studi-Nebenjob, nun hat er einen festen Vollzeitjob bei einer anderen Firma und geht dementsprechend. Nunja, nicht weiter schlimm, obwohl es nett war mit ihm die Mittagspausen zu verbringen.

Zu dem Zeitpunkt wusste ich auch schon, dass zwei weitere Kollegen bald gehen werden. Diese nicht ganz so freiwillig, eher aus Kostengründen und weil momentan nicht genug Arbeit da ist für einen 8h-Tag. Allerdings wusste ich nicht, dass ich deren Arbeit komplett übernehmen muss. Denn eigentlich hatte ich noch eine Kollegin. Die hat jedoch von sich aus keinen Bock mehr gehabt, und sich - vor allem als sie hörte dass das Büro immer leerer wird - dazu entschlossen, selbst zu kündigen. Da sie vertraglich ein freier Dienstnehmer war hatte sie auch keine Kündigungsfrist einzuhalten und war innerhalb von 3 Tagen weg.

Privat fand ich das oberscheiße, weil ich mich mit ihr sehr gut verstanden hatte und mich morgens wirklich auf die Arbeit gefreut habe. Wir haben - sofern die Chefs nicht in der Nähe waren - auch gut gequatscht und vor allem viel gelacht. Und zusammen mit 2 Kollegen auch immer unsere Mittagspause verbracht. Die kann ich nun immer allein machen, da alle 3 Kollegen jetzt weg sind. Komm ich zwar mehr zum Lesen, scheiße ist es trotzdem.

Von den beiden männlichen Kollegen, die mittlerweile auch schon komplett weg sind oder so gut wie (nehmen jetzt halt noch all ihren Urlaub etc.) musste ich innerhalb weniger Tage ihre Aufgabenbereiche lernen. Das ist vor allem im Bereich Zahlungsverkehr nicht sehr einfach.

Nun habe ich schon ein paar Tage ganz allein verbracht, sitze in dem großen Büro mit 6 Schreibtischen allein mit meinem "kleinen" Chef und mache im Grunde alles was anfällt. Beruflich ging das aber einigermaßen gut. Klar hatte ich dauernd noch Fragen, aber die hat mit mein kleiner Chef zum Glück alle gut beantwortet (bzw hat er sich da auch Zeit für mich genommen, die er normalerweise nicht hat). Aber ansonsten ist es schon ganz schön einsam geworden... Naja, irgendwann wenn wieder mehr zu tun ist gibt es hoffentlich wieder Verstärkung im Büro. Ich hoffe nur, ich versteh mich mit dem neuen Kollegen/Kollegin ähnlich gut wie mit den bisherigen.

Das "Gute" an der ganzen Sache: ich bin momentan im Büro nicht wirklich entbehrlich, d.h. relativ gesichert vor Kündigung. Und wenn mal Verstärkung kommt bin ich in unserem Teil des Büros - bis auf die beiden Chefs natürlich - Dienstälteste. Hätt ich mir ja vor 2 Monaten als ich angefangen hab auch nicht träumen lassen.

Donnerstag, 6. März 2008, 20:22h ~ karsti ~ Kommentieren